# "Ein Programm versucht, auf Outlook zuzugreifen" Wenn die Schnittstelle [[Datapump]] bzgl. Outlook hängen bleibt und/oder "Datapump (Reagiert nicht)" in der Titelleiste des Fensters steht -speziell beim Wechsel zu der Karteikarte "Microsoft Outlook Schnittstelle" oder beim Laden einer .wsi-Datei die Outlook verwendet- kann es gut sein, dass in der Taskleiste von Windows wieder ein Icon mit dem Outlook-Symbol zu sehen ist und wahrscheinlich auch blinkt. Wenn man dieses Icon (manchmal mehrmals) anklickt, kann es sein, dass der folgende Dialog angezeigt wird: ![[Pasted image 20241122114019.png]] Dies ist ein Selbstschutzmechanismus von Outlook, der unter anderem die Verbreitung von Viren an das komplette Adressbuch verhindern soll. In unserem Fall wird daraus resultierend leider die Datenpumpe komplett "ausgesperrt"; man kann den Zugriff nur für wenige Minuten zulassen, dann erscheint diese Meldung erneut. Beim Import von mehreren .wsi-Datei könnte diese Meldung auch mehrfach angezeigt werden, und ist bei jedem Importzyklus bei jeder .wsi-Datei wieder zu sehen. ## Ursache: Virenscanner veraltet oder nicht erkannt Dieser Dialog wird von Outlook verwendet, wenn kein (aktueller) Virenscanner installiert ist. Das Problem ist hierbei speziell, dass beim PC-Start (z.B. der virtuellen Maschine) der Virenscanner (auch: Microsoft Defender) noch nicht initialisiert oder aktualisiert wurde, durch das Autostart-Menü aber bereits die Schnittstelle und der Importvorgang laufen. Outlook blockiert den Import mit eben dieser Meldung und wartet auf eine Eingabe des Benutzers - unendlich lange! Das Bedeutet: Ab diesem Moment ist die Schnittstelle lahmgelegt! Es werden keine Daten mehr abgeglichen. Auch wenn bereits ein paar Sekunden später der Virenscanner wieder aktuell ist, geht diese Meldung nicht von allein weg. Auch die Schnittstelle Datapump kann die Anforderung nicht mehr "abbrechen" und ein Benutzer muss den Zugriff erteilen oder verweigern. Programmiertechnisch hat Microsoft es verhindert, dass ein anderes Programm auf die Knöpfe "Erteilen" (Zulassen) oder "Verweigern" klicken kann, weil ja sonst jeder Virus sich selbst die notwendigen Berechtigungen erteilen könnte. Somit können auch wir diese Warnung nicht umgehen. Eine Möglichkeit, die Wahrscheinlichkeit auf diese Warnmeldung zu verringern ist, den Programmstart von Datapump_Agent.exe nicht über die Autostart-Funktion durchführen zu lassen, sondern über ein Script (.bat-Datei) mit entsprechend großer Verzögerung, das Sicherstellt, dass von der Start der Datapump sich auch wirklich der Virenscanner aktualisieren konnte. ## Warnmeldung deaktivieren Sofern Sie über einen aktuellen Virenscanner verfügen, können Sie -auf dieser einen virtuellen Maschine, auf der nur die welcome-soft Datenpumpe läuft- die Warnmeldung deaktivieren, zumal sie im Falle der Kombination "Aktueller Virenscanner" und "Virus eingefangen" sowieso nicht erscheinen würde, und somit keinen Mehrwert bringt. > [!Tip] > Outlook muss für die nachfolgenden Schritte als Administrator gestartet werden. Siehe Unten! In Outlook: Datei - Optionen. Dann "Sicherheitscenter" und "Einstellungen für das Sicherheitscenter". ![[Pasted image 20241122114933.png]] Im Sicherheitscenter bei "Programmgesteuerter Zugriff": Die Warnmeldung kann mit "Bei verdächtigen Aktivitäten nie Warnhinweis anzeigen (nicht empfohlen)" deaktiviert werden: ![[Pasted image 20241122115051.png]] Sollten Sie die o.g. Optionen nicht anklicken können sieht das so aus: ![[Pasted image 20241122115127.png]] (Nach Bedarf) Machen Sie den aktuellen Benutzer vorübergehend zum lokalen Administrator. Melden Sie sich erneut an Windows an. Mit einem Shift-Rechtsklick auf das Outlook-Icon und "Als Administrator ausführen". Die Option ist damit freigeschaltet. ## Registry-Werte Office (ältere Versionen) Bitte beachten Sie, dass sich der Registry-Pfad je nach Office-Version unterscheidet! Ersetzen Sie `<Office-Version>` durch die entsprechende Nummer für Ihre Outlook-Version zu ersetzen ist (z. B. `16.0` für Office 2016/2019/365, `15.0` für Office 2013, `14.0` für Office 2010). Modus 2: `Bei verdächtigen Aktivitäten nie warnen (nicht empfohlen)` | Registry Hive | HKEY_CURRENT_USER | | ------------- | ---------------------------------------------------------------------------- | | Registry Path | Software\\Policies\\Microsoft\\Office\\`<Office-Version>`\\Outlook\\Security | | Value Name | ObjectModelGuard | | Value Type | REG_DWORD | | Value | 2 | ## Registry-Werte Office 365 Bei Office 365 wurde beobachtet, wie der Wert stattdessen in diesem Pfad gespeichert wurde: ### 32-Bit Office | Registry Hive | HKEY_LOCAL_MACHINE | | ------------- | ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ | | Registry Path | SOFTWARE\\Microsoft\\Office\\ClickToRun\\REGISTRY\\MACHINE\\Software\\Wow6432Node\\Microsoft\\Office\\16.0\\Outlook\\Security` | | Value Name | ObjectModelGuard | | Value Type | REG_DWORD | | Value | 2 | ### 64-Bit Office | Registry Hive | HKEY_LOCAL_MACHINE | | ------------- | ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------- | | Registry Path | SOFTWARE\\Microsoft\\Office\\ClickToRun\\REGISTRY\\MACHINE\\Software\\Microsoft\\Office\\16.0\\Outlook\\Security` | | Value Name | ObjectModelGuard | | Value Type | REG_DWORD | ``` Windows Registry Editor Version 5.00 [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Office\ClickToRun\REGISTRY\MACHINE\Software\Wow6432Node\Microsoft\Office\16.0\Outlook\Security] "ObjectModelGuard"=dword:00000002 [HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\Office\ClickToRun\REGISTRY\MACHINE\Software\Microsoft\Office\16.0\Outlook\Security] "ObjectModelGuard"=dword:00000002 ``` Modus/Wert 0 = Standardwert = Bei verdächtigen Aktivitäten warnen, wenn die Virenschutz-Software deaktiviert oder veraltet ist (empfohlen)